Coworking funktioniert – Coworker kooperieren

 

Wir freuen uns jedes Mal, wenn am gemeinsamen Arbeitsort auch an gemeinsamen Projekten gearbeitet wird. Hier ist ein aktuelles Beispiel solcher Kooperationen:

Oliver Vaupel, Kommunikationsdesigner, Co-Founder der GarageBilk und Coworker der ersten Stunde bekam eine Anfrage der Stadt Geldern, ob er nicht an der Ausschreibung eines Kommunikationskonzeptes für den KWK-Ausbau, den die Stadt gerade im Rahmen eines Wettbewerbs prüft, teilnehmen wolle. KWK?? Steht für Kraft-Wärme-Kopplung und meint die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in einem Blockheizkraftwerk. Schönes Thema, schwierig zu vermitteln, also spannend.

Da das Thema etwas mit Nachhaltigkeit zu tun hat, lag es nah, die ebenfalls in der GarageBilk arbeitende Coworkerin Kristin Parlow, die Unternehmen, Kommunen und Verbände als freiberufliche Beraterin und Moderatorin bei der Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsprozessen unterstützt, zu fragen, ob sie nicht an der Ausschreibung teilnehmen wolle. Man schloss sich als sogenannte Bietergemeinschaft zusammen, bewarb sich und gewann die Ausschreibung. Seit dem arbeiten die Coworker zusammen mit der Stadtverwaltung Geldern und einer Expertengruppe daran, wie KWK für Geldern genutzt und die Bevölkerung zum Mitmachen aktiviert werden kann.

Der Coworking Space wird dabei zum gemeinsamen Arbeits- und Treffpunkt. Sogar ein Brainstorming der ganzen Projektgruppe wurde schon aus Geldern in den Kreativraum der GarageBilk verlegt, da man hier mal abseits der Konferenzraum-Routine nachdenken und diskutieren konnte.

Was wir damit sagen möchten? Coworking bringt neue Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Andere Coworker, die man praktischerweise schon aus der Kaffeeküche kennt, werden plötzlich Partner und ihr könnt Aufträge annehmen, die alleine vorher so nicht zu stemmen waren. Kommentare und kostenloses Feedback der anderen Coworker in schwierigen Phasen gibt es übrigens gratis dazu ;-)

1 Antwort
  1. Omicroner
    Omicroner says:

    Es ist schön, wenn Coworking so funktioniert, wie es im Beitrag beschrieben ist.
    Leider kenne ich auch eine andere Realität: nachdem eine solche Zusammenarbeit in unserem Unternehmen (eine gemeinnützige kommunale Stiftung) jahrelange Praxis war, hat sich mit der Einführung neuer Führungsstrukturen alles grundlegend geändert. Jeder hat für sich zu kämpfen, eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit wird zwar auf dem Papier dargestellt, in Wahrheit jedoch unterdrückt. Mittlerweile sogar soweit, dass diese Kaffeeküchen-Kontakte gar nicht mehr stattfinden sollen.
    Im Ergebnis haben viele engagierte Mitarbeiter und Führungskräfte das Handtuch geworfen und die Stiftung verlassen.
    Es ist schön, zu lesen, dass Zusammenarbeit woanders noch ungezwungen und weiterführend möglich ist.
    Viele Grüße

Kommentare sind deaktiviert.