Coworker der GarageBilk Teil 30 – Lisa Wendzich

Also Lisa, seit etwa einem Jahr trifft man Dich hier in der Garage. Was machst Du denn hier eigentlich? 

Du meinst, außer Kaffee trinken und schnacken?  Ich arbeite an meinem und für mein Unternehmen SunCrafter. Der SunCrafter ist eine mobile fahrbare Solaranlage, mit der wir auf Open Air Events, hauptsächlich Festivals, Menschen glücklich machen indem wir Ihre Handys wieder aufladen. Natürlich kann der SunCrafter – oder besser die SunCrafter, es sind nämlich schon zwei – noch etwas mehr. Messen, Schauen, Sportevents sind drin im Angebot, Smartphones, Tablets, tragbare Akkus und so weiter versorgen wir mit neuem Strom…

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Und das Angebot wird gut angenommen? 

Ehrlich gesagt fast ein bisschen zu gut. Es ist schon manchmal unheimlich wie sehr die Leute an Ihren Smarts hängen. Manchmal kriegen wir regelrechte Dankestiraden, oder werden beleidigt, wenn es nicht schnell genug geht.  Es macht Spaß auf den Festivals zu arbeiten, erst einmal wegen der meist tollen Reaktionen der Leute und weil wir auf einigen wirklich coolen Festivals unterwegs sind. Und natürlich, weil wir total hinter unserer Sache stehen. Solarstrom ist halt cool.

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Viel unterwegs also. Warum arbeitest Du, wenn Du in Düsseldorf bist, hier in der GB?

Das Konzept Coworking finde ich sehr charmant und es hilft mir unheimlich von anderen Selbstständigen etwas über die Geschäftswelt zu lernen. Ich finde es hier spannend und entspannt zugleich. Und außerdem lasse ich mich hier nicht von unangenehmen Dingen wie Wäsche, Spülen etc. ablenken. Nur von angenehmen, wie Kaffee, Balistos und netten Coworkern. Also: Velen Dank für den tollen Space! Eigentlich wäre ich gern noch öfter hier…

Und warum machst Du das dann nicht?

Zum einen eben, weil wir so viel unterwegs sind. Diesen Sommer waren wir zum Beispiel über fünf Wochen am Stück gar nicht in Düsseldorf. Zum anderen habe ich aber neben dem SunCrafter noch zwei weitere wichtige Projekte. Das Projekt Studienabschluss im Jahr 2015, ist das Eine. Und dann leite ich noch „Vincent- zu Haus und Unterwegs“ in meiner arbeitsfreien Zeit. Mein Sohn – Vincent – ist zwei Jahre alt und füllt einfach sehr viel Platz in meinem Leben und meinem Herzen. Darum mache ich in der GB meistens recht zeitig Schluss. Der Nachmittag ist für ihn reserviert.

Busy, busy. Wo siehst Du Dich denn in zehn Jahren? 

In einem Coworking Space am Strand irgendwo südlich von hier, denke ich.  Tatsächlich war der erste Coworking Space in dem ich je gearbeitet habe nur einen Katzensprung vom Meer entfernt. Das war the HUB in Perth, Western Australia.  Vielleicht gehen wir alle zusammen irgendwann wirklich nach Down Under, Vincent ist nämlich Halbaustralier.

Oho, wie kam es dazu?

Vor dem Studium habe ich eine Art Weltreise gemacht und war zweieinhalb Jahre gar nicht in Deutschland. Auf diesen Reisen habe ich viel gearbeitet, viel kennengelernt – unter anderem auch Vincents Papa Bryce. Bis vor kurzem waren wir meistens in der Welt unterwegs. Egal ob in China, Indien, Mexico, Marokko oder Norwegen, Reisen war immer meine liebste Herausforderung. Jetzt fühle ich mich durch den SunCrafter ziemlich herausgefordert. In meinem Studium hab ich ja eine ganz andere Ausrichtung. Ich befasse mich eigentlich mit Themen der Politik, Soziologie und der Medienwissenschaften. Aber ich bin sehr dankbar den Elfenbeinturm des Wissens mal herabsteigen zu können und hands on mein eigenes Unternehmen zu gestalten.