Coworker der GarageBilk Teil 37 – Stefan Keller

Stefan Keller schreibt Kriminalromane die in Köln spielen… und sitzt dabei im Herzen Düsseldorfs.

Hallo Stefan, seit ein paar Monaten sitzt du im grünen Büro auf dem StartUp Flur. Was machst du da?

Ich mache was ganz Klassisches: Ich schreibe – vornehmlich Kriminalromane. In diesen Tagen erscheint mein fünfter Krimi „Kölner Wahn“.

Moment! „Kölner Wahn“ klingt jetzt nicht unbedingt nach einem Krimi, der in Düsseldorf spielt!

Nein, das tut er in der Tat nicht. Er spielt, wie der Titel dezent andeutet, in Köln, wie bisher alle meine Krimis. Ich habe in der Stadt über 20 Jahre gelebt und kenne mich dort einfach am besten aus. Außerdem habe ich in Köln auch mit dem Krimischreiben begonnen.

Buchcover des krimis 'Kölner Wahn'

Buchcover des krimis ‚Kölner Wahn‘

Was hat dich dann nach Düsseldorf verschlagen?

Die Liebe. Meine Freundin hat hier eine feste Stelle angetreten und ich kann eigentlich überall arbeiten. Also haben wir uns nach zwei Jahren, in denen sie gependelt ist, entschieden hierher zu ziehen.

Wie bist du ans Schreiben gekommen?

Mit dem Schreiben angefangen habe ich als Wirtschaftsjournalist bzw. freier Mitarbeiter für die Deutsche Welle, die jetzt in Bonn sitzt. Danach war ich ein paar Jahre als Dramaturg am Theater und habe später als Drehbuchlektor gearbeitet.

Das Schreiben blieb aber immer präsent. Ich habe Hörspiele und Bühnenstücke für die Reihe „Fang den Mörder“ geschrieben, eine interaktive Ratekrimi-Show, die unter anderem auch hier in Düsseldorf im Apollo und im Savoy lief.

Außerdem habe ich Drehbücher geschrieben, mehrere Jahre ein Fußball-Blog betrieben und Presse- sowie Werbetexte verfasst.

Seit einigen Jahren unterrichte ich Schreiben auch und gebe Kurse im Drehbuchschreiben, kreativen Schreiben und natürlich auch Krimi schreiben. Eine schöne Ergänzung zur oft sehr einsamen Arbeit des Schreibens.

Hast du deswegen dein Büro in der GarageBilk?

Ja, genau. Viele Autoren lieben es, dass sie zu Hause arbeiten können. Man kann morgens aufstehen, anfangen zu arbeiten und erst nachmittags, wenn man vor die Tür geht, schlüpft man aus dem Schlafanzug in ein paar Klamotten. Wenn man es nicht vergisst.

Ich bin aber immer ein Büromensch gewesen. Statt mir nach dem Studium eine größere Wohnung zu nehmen, habe ich ein Büro gemietet.

Schreiben ist, wie gesagt, eine sehr einsame Arbeit. Da ist es gut, wenn man vor der Tür Leute treffen kann (und sei es nur, dass die einen drauf aufmerksam machen, dass man noch im Schlafanzug unterwegs ist). Als ich dann neu in Düsseldorf war, habe ich erst einmal etwas gesucht, um nicht zu Hause arbeiten zu können und bin auf die GarageBilk gestoßen. Ein paar Mal habe ich dann im Sommer vor zwei Jahren vorne im Open Space 2 gearbeitet und stand anschließend vor einem Dilemma. Es hat mir hier sehr, sehr gut gefallen. Aber ich brauche zum Schreiben einen Raum für mich, wo ich auch mal die Tür zumachen kann. Darauf habe ich dann anderthalb Jahre gewartet, bis das Büro mit der grünen Tür frei wurde, in dem ich jetzt sitze.