Coworker der GarageBilk Teil 38 – Daniel Urban

Heute erfahrt ihr warum man ab und zu ruhig mal jemand Externen an die eigene Firma ran lassen sollte. Und warum dieser Externe Daniel Urban sein könnte.  ;-)

Hallo Daniel! Du bist seit Beginn des Jahres bei uns und hast Dich gerade als Innovationsberater selbstständig gemacht. Was kann man sich denn unter Innovationsberatung überhaupt vorstellen?

Ich berate Mittelständler und Konzerne bei der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen. Immer dann, wenn sich ein Kunde neben seinem Brot und Butter Geschäft unternehmerisch auf neuen Pfaden bewegen möchte. Neue Produkte und Prozesse sind zwar für ein Drittel unseres Wirtschaftswachstums verantwortlich, gleichzeitig wird es für etablierte Firmen immer schwieriger langfristig erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen zu erzeugen, da die Komplexität immer höher wird. Die Aufgabenstellungen innerhalb der Beratung sind somit auch sehr vielfältig und unterschiedlich. Das reicht von der Identifikation von Marktpotenzialen, über eine beratende Projektbegleitung bis hin zur Implementation von Innovationsmethoden beim Kunden wie z.B. Design Thinking oder Open Innovation.

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Wie bist Du denn auf die Idee gekommen, eine derartige Beratung anzubieten?

Diese Entscheidung ist hauptsächlich von meinem bisherigen Werdegang geprägt worden. Ich war vor meiner Selbstständigkeit über zehn Jahre in der Entwicklungsdienstleistung tätig. Ich habe ursprünglich Industrial Design studiert und zuerst in einem Entwicklungsbüro in den USA und dann hier in Düsseldorf gearbeitet. Dort wurde ich 2010 zum Geschäftsführer bestellt. Berufsbegleitend habe ich dann in 2012 einen MBA absolviert und einen Lehrauftrag an der BU Wuppertal am Master für strategische Innnovationsentwicklung übernommen. In 2013 veröffentlichte ich eine wissenschaftliche Publikation, innerhalb derer ich mich mit Prozess- und Bewertungsmethoden für risikoreiche Innnovationsvorhaben auseinandergesetzt habe. Als ich dann in 2014 den Entschluss gefasst habe, mich selbstständig zu machen, fand ich die Beratung spannender, als operativ in der Entwicklung zu arbeiten und habe gerade in Hinblick auf risikoreiche Innovationsprojekte sowohl theoretisch als auch praktisch viel Erfahrung, die ich gerne teilen möchte.

Was sind denn die Gründe, warum Unternehmen Dich hinzu ziehen? Man sollte doch meinen, dass diese selbst am Besten wissen, was Ihr Markt verlangt?

Das stimmt und meine Erfahrung ist hier, dass es da auch zwei unterschiedliche Haltung zu meiner Beratungsdienstleistung seitens potenzieller Kunden gibt. Die einen möchten an Ihre Innovationsentwicklung keinen Externen heranlassen, da es sich um das Herz der langfristigen Unternehmensentwicklung handelt. Gleichzeitig stelle ich aber fest, dass die Mehrzahl meiner Gesprächspartner durchaus aufgeschlossen sind, einen externen Berater bei Ihren Innovationsvorhaben hinzuziehen. Schließlich sehen sich viele neben der viel zitierten Betriebsblindheit mit immer schnelleren und komplexeren Marktbewegungen konfrontiert. Da wissen viele die Unterstützung einer objektiven und ganzheitlichen Perspektive sehr zu schätzen.

An welchen Projekten arbeitest Du denn derzeit?

Ich habe gerade hauptsächlich Projekte innerhalb derer ich gemeinsam mit meinen Kunden Potenziale für neue Innovationsprojekte zu identifizieren oder unterstütze Kunden dabei, Entwicklungsmethoden wie z.B. Design Thinking bei sich in der Organisation zu implementieren. In diesem Spektrum bildet sich meine Beratungsdienstleistung bisher ab, bzw. habe ich hier unterschiedliche Angebotspakete entwickelt, die von Potentialworkshops, über Beratung hinsichtlich der zukünftigen Produktportfolio Entwicklung auch Know-How Transfer umfassen.

Bietest Du Deine Beratungen auch Start-Ups an?

Bisher noch nicht, aber ich arbeite gerade an einem Beratungsmodell, was auch für Start-Ups interessant ist. Hierbei steht ein Check-Up der Geschäftsidee im Vordergrund. Durch meinen bisherigen beruflichen Werdegang schaue ich mit einer ganzheitliche Perspektive auf neue Geschäftsideen, da ich sowohl technisch als auch in der Disziplin Marketing sehr versiert bin. Durch meinen MBA und mein letztes Anstellungsverhältnis habe ich Vertriebs- und Finanzseitig sehr viel Erfahrungen sammeln können, die mir selber beim Start geholfen haben und die ich gerne teilen möchte. Ich habe mich zwar zu Beginn hauptsächlich auf Mittelständler und Konzerne konzentriert, aber wer weiß, was die Zukunft noch bringt.

Jetzt bist Du ja erst seit Beginn des Jahres selbstständig und damit noch ganz frisch am Markt unterwegs.  Kannst Du schon ein Zwischenfazit für Dich ziehen?

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, wie ich gestartet bin. Nichtsdestotrotz heißt es natürlich dran bleiben, um noch mehr Oberfläche zu bekommen. Von daher finde ich das Konzept GarageBilk auch so gut, weil ich gemäß der Philosophie Lean-Start Up zunächst keine eigenen Räumlichkeiten anmieten muss und trotzdem aus dem Home Office heraus komme. Ich denke, dass Euer Konzept, aber auch Mobilitätsangebote wie z.B. Car Sharing Dienstleistungen extrem wichtig sind, um zu Beginn erst einmal starten und zu gucken, wie es sich entwickelt. Skalieren kann man mein Geschäftsmodell schließlich zu jeder Zeit, aber für mich war es wichtig, zunächst einmal schlank zu starten. Somit Kompliment dazu, wie Ihr das alles aufgebaut habt und vielen Dank für den Kaffee, der einen munter hält.