Das ist ein Bild von Pascal Evecek

Coworker der GarageBilk Teil 41 – Pascal Evecek

Pascal, hey. Du bist jetzt seit Oktober hier in der Garage Bilk – warum eigentlich und was gefällt dir hier? 

Täglich werde ich gefragt – „warum“??? Dann zeige ich den Leuten meine momentane berufliche Heimat und die Fragezeichen im Blick werden zu einem nickenden verschmitzten Lächeln das signalisiert „okay, verstehe – cool“.
Coworking Spaces sind authentisch und bunt gemischt, inspirierend und jeden Tag anders. Sie sind wuselig, hibbelig und voller Tatkraft – das mag ich. Du hast verschiedenste Typen, Professionen und Altersklassen – aber alle machen ihr Ding, und fast alle mit einem Lächeln.

 

Du hast mir mal verraten, GARAGE war dir irgendwie wichtig!?

Kurios, ich weiß. Als ich mich nach Büros in Düsseldorf umsah, war die Auswahl groß. Als ich aber von der GarageBilk las, wusste ich sofort – die will ich sehen. Als dann klar war, es wurde nicht zu viel versprochen, war mein Einzug besiegelt. Open-Space Büros über Garagen – fantastisch, ich erkläre dir auch warum.

Ich glaube zutiefst Folgendes:
„Corporate culture eats products for breakfast, strategy for lunch and everything else for dinner.“ Das heißt die Unternehmenskultur ist schlicht und ergreifend das Wichtigste – denn aus ihr heraus entsteht alles Andere. Die Brücke zur Garage ist die, dass eine Garage einfach und ehrlich ist, schlicht und klar; sie kennt keine Animositäten und ist absolut fokussiert auf einen Zweck. Das sind Werte die auch eine Firma in sich tragen sollte – deshalb verewigte ich das sogar in der Firmenbezeichnung – garneo steht für neue Garage. Wir heißen wie eine und arbeiten in einer, so werden wir täglich daran erinnert was uns ausmacht – perfekt.
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Unternehmenskultur, okay – was macht garneo denn?

Es ist ein THINK TANK, ein corporate think tank. Die Idee ist schlicht – scharen wir kreative schlaue Köpfe um ein Thema, bringen wir sie in einen Raum und bekommen sie gemeinsam ans DENKEN, dann werden wir Märkte finden, in denen dominierende Firmen ihre Identität verloren haben, ihren Fokus auf den End-User ad acta gelegt haben und gesättigt stillstehen. Sie sind omnipräsent aber prädestiniert attackiert zu werden – wir sind die Piraten, gut ausgerüstete Piraten.

Ihr sucht also nicht nach dem „Next BIG THING“?

Ne quatsch – wir sind Entrepreneure und unternehmen, Bestehendes für einen Teil der Gesamtheit besser zu machen. Wir nehmen eine Branche, segmentieren sie, suchen uns einen kleinen Beachhead-Market in ihr, quasi als Landungsbrücke. Fokussieren uns auf eine kleine Zielgruppe als Persona, die wir versuchen zu verstehen und erdenken dann etwas Besonderes für sie – so entern wir – Du merkst ich mag Priaten-Metaphern.

Wir wollen Existierendes einfach besser machen. Nimm das Beispiel Pizza – fast jeder isst gerne Pizza. Jeder hat aber auch andere Anforderungen an „seine Pizza“, deshalb muss man sich fokussieren. Wir vernachlässigen 99 Prozent der Pizzaesser – aber für unser 1 Prozent wollen wir das perfekte Pizzaerlebnis erdenken und kreieren. Du musst denken und erforschen, denken und experimentieren und immer weiter – bis du für dein 1 Prozent die perfekte Pizza anbietest.

So geht es in jedem Markt, egal in welchem, immer nach demselben Muster – ob Pizzaria, Apotheke oder Software-Applikation. THINK TANK deshalb, weil wir verstehen wollen..da schadet Denken manchmal nicht :)

Habt Ihr all die Leute schon zusammen?

Die Antwort wird immer – nein – lauten. Jeder will immer die richtigen Menschen für ein Projekt und denen den Rahmen geben, sich maximal zu entwickeln. Wichtig sind zwei Sachen.

  1. Du musst unfassbar viel Bock auf ein Projekt haben, oder es lassen. Du kannst es nur außergewöhnlich gut machen, wenn Du mit allem was Du hast dabei bist. Leidenschaft ist sowas wie unser Heiliger Gral.
  2. Egal was wir machen, es muss immer konsequent auf die Wünsche des End-Users ausgerichtet sein – auf seine und niemand Anderer.

Wir stellen gegenwärtig nicht ein, der THINK TANK ist eine Infrastruktur für Entrepreneure – ob mit eigener Idee oder einfach andockend an ein Projekt – es geht nur um Menschen die selbstständig schaffen wollen.

Laufen die ersten Projekte an?

Klar, wir sind in der „Denken und Erforschen-Phase“ eines etwas anderen Ansatzes zum Bezug von Medikamenten und dem Umgang mit ihnen. Wenn das in die Richtung geht die wir erahnen, dann werden wir bald experimentieren und sehen, ob wir ein attraktives Angebot für Menschen machen können, die überdurchschnittlich viele Medikamente nehmen. Parallel zwei andere Sachen – ich glaube an uns.